Höhere Zinsen im Grundbuch normal

Am 25. Mai 2012, geschrieben in: Grundbuch von

Es ist ganz gewöhnlich und rechtlich einwandfrei, wenn der im Grundbuch Ihrer Immobilie ausgewiesene Zinssatz deutlich höher ist, als jener der im Kreditvertrag zwischen Ihnen und der Bank vereinbart wurde. Der Zinssatz im Kreditvertrag ist jedoch der entscheidende und für beide Parteien bindende.

Wird das Baufinanzierungsdarlehen von Ihnen als Darlehensnehmer ordnungsgemäß bedient, so müssen Sie sich keine Sorgen machen. Sie zahlen den im Darlehensvertrag vereinbarten Zinssatz. Anders ist es jedoch, wenn Sie die Zahlungen für Ihr Darlehen einstellen und Ihre Immobilie nach erfolgloser Mahnung in die Zwangsversteigerung geht.

Der deutlich höhere Zinssatz von in der Regel 15% – 20%, welcher im Grundbuch zusammen mit der Grundschuld oder Hypothek eingetragen wird, kennzeichnet den Zinssatz den die Bank in Falle einer Versteigerung höchstens beanspruchen darf.

Hier ein Beispiel für Sie:

Die Grundschuld oder Hypothek Ihrer Immobilie beträgt laut Grundbuch 200.000 Euro und der Grundbuchzins 20%. In diesem Fall, darf die Bank um Ihre Schuld und zusätzlich angefallene Kosten zu decken 240.000 Euro aus dem Erlös der Versteigerung erhalten, bevor andere Gläubiger oder Sie von den Erlös bedient werden.

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