Immobilienblase in Deutschland?

On Juli 18th, 2012, posted in: Zinsniveau by

Die Angst vor der Inflation und die Sorge um die Stabilität des Euro führen immer mehr Bürger in Deutschland zum Kauf einer Immobilie als sichere Sachwertanlage. Zusätzlichen Anreiz geben die niedrigen Hypothekenzinsen. Fast jeder Zehnte will in den kommenden zwei Jahren ein Haus oder eine Wohnung bauen oder kaufen. Die meisten wollen anschließend selber in die Immobilie einziehen und sehen diese als die beste Altersvorsorge.

Führt dieser Hype zu einer Immobilienblase in Deutschland?

Die Experten meinen Nein. Der Grund für diese Prognose ist, dass Deutschland noch großen Nachholbedarf hat. Trotz steigender Immobilienpreise in den letzten zwei Jahren, waren die Immobilienpreise jahrelang in einer Seitwärtsbewegung. Außerdem bleibt die Bautätigkeit 2012 mit rund 210.000 neu errichteten Wohnungen deutlich hinter den Bedarfsschätzungen der Forschungsinstitute.

Beispiel Hamburg:

Die Medienstadt mit den drittgrößten Hafen Europas. Das macht die Hansestadt für viele sehr attraktiv. Doch das aktuelle Angebot an Wohnraum reicht nicht, um die steigende Nachfrage aufzufangen. Die Folge sind drastisch steigende Preise  bei Immobilien. Gegenüber 2011 haben sich Objekte in der Stadt zwischen Alster und Elbe um bis zu 13,5 Prozent verteuert. Auch die Preise für neue Häuser steigen überproportional.

Die Empfehlung ist, sich schnell eine Immobilie und den günstigen Zinssatz von heute zu sichern! 

 

 

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Wie ist ein Grundbuch aufgebaut?

On Juli 8th, 2012, posted in: Grundbuch by

Das Amtsgericht führt ein Grundbuch für alle private Grundstücke eines Amtsgerichtsbezirks. Für jedes einzelne Grundstück wird ein besonderes Grundbuch geführt, das mit einer laufenden Nummer versehen ist. In einem Grundbuchblatt können mehrere Flurstücke verzeichnet sein. Das Grundbuch wird mittlerweile überwiegend elektronisch geführt.

Ein Grundbuch einer Immobilie ist in drei Bereiche untergliedert. Aufschrift, Bestandsverzeichnis und drei Abteilungen.

Die Aufschrift dient der rechtlichen Identifizierung des Grundstücks bzw. des Wohnungseigentums oder Erbbaurechts. Sie nennt das Grundbuch führende Amtsgericht, den Grundbuchbezirk und die Blattnummer.

Das Bestandsverzeichnis dient der tatsächlichen Kennzeichnung des Grundstücks. Es nennt unter anderem Gemarkung, die Nummer der Flurkarte, die Wirtschaftsart, Größe  und Lage des Grundstücks. Im Bestandsverzeichnis werden außerdem auf Antrag Rechte eingetragen, die mit dem Eigentum an dem Grundstück verbunden sind (z.B. ein Wegerecht an einem fremden Grundstück).

Die erste Abteilung dient der Erfassung der Eigentumsverhältnisse. Die nennt den Eigentümer, die Grundlage der Eintragung, Veränderungen und Löschungen.

Die Zweite Abteilung dient der Erfassung von Lasten und Beschränkungen mit Ausnahme der Grundpfandrechte. Sie nennt die Art der Last und den Begünstigten (Wegerecht eines fremden an meinem Grundstück).

Die Dritte Abteilung dient der Erfassung von Grundpfandrechten (z.B. Hypothek oder Grundschuld). Sie nennt den Geldbetrag des Grundpfandrechts, die Art und Verzinsung des Grundpfandrechts und den Begünstigten (Berechtigten) sowie Veränderungen und Löschungen. Der Begünstigte ist in der Regel die Bank, welche das Darlehen vergibt.

Das Grundbuch genießt öffentlichen Glauben. Jeder der ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, darf Einsicht in das Grundbuch nehmen.

 

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